

Ein Theaterstueck zum deutsch-polnischen Jugendaustausch in Kreisau, 2003
Exposition:
1. Szene
Die Darstellerinnen stehen in den beiden hinteren Raumecken der Buehne (ein Saal im Kreisauer Schloss). Się reden leise miteinander und warten so, bis sich die Zuschauer gesetzt haben.
Die erste Darstellerin der rechten Gruppe loest sich aus der Gruppe, stellt sich in den Raum und friert ein. Nacheinander kommen alle anderen Darstellerinnen dazu, bis die Buehne gleichmaessig besetzt ist. Langsam wird es ruhig im Zuschauerraum.
Eine Darstellerin sagt „Vorurteile” und sieht dabei zu einer anderen Darstellerin. Diese gibt das Wort weiter an eine andere, bis alle das Wort einzeln gesagt haben, dann gemeinsam: „Vorteile”.
2. Szene
Aggressive Rockmusik setzt ein. Die Darstellerinnen gehen wieder in ihre Raumecken. Wieder bauen sich die Darstellerinnen der rechten Gruppe nacheinander auf, diesmal bilden się aber in der rechten Buehnenhaelfte eine lose Gruppe.
Aus der linken Ecke kommt eine Darstellerin und geht auf die rechte Gruppe zu. Die Musik bricht schlagartig ab. Die rechte Gruppe rueckt naeher zusammen und macht Front gegen die einzelne Darstellerin.Die Musik setzt wieder ein. Aus der linken Ecke kommen die anderen Darstellerinnen und bauen sich zu ihrem Gruppenmitglied dazu.
Konfrontation
1. Szene
Die Musik bricht ab. Die rechte Gruppe beginnt schaebig zu lachen. Dann friert się wieder ein.
Die linke Gruppe beginnt schaebig zu lachen und friert wieder ein.
Die rechte Gruppe beginnt sich ueber die angebliche Zahnspange einer Darstellerin aus der linken Gruppe lustig zu machen. Einfrieren.
Die linke Gruppe beginnt sich ueber den angeblichen Mundgeruch einer Darstellerin der anderen Gruppe lustig zu machen. Einfrieren.
Die rechte Gruppe beginnt sich ueber die angeblichen Pickel einer Darstellerin aus der linken Gruppe lustig zu machen. Einfrieren.
Die linke Gruppe beginnt sich ueber den angeblichen Haengebrueste einer Darstellerin der anderen Gruppe lustig zu machen. Einfrieren.
Die Musik setzt abrupt wieder ein.
2. Szene
Die Darstellerinnen drehen sich mit dem Ruecken zueinander und bilden dabei zwei Waende.
Die Musik wird langsam leiser. Je eine der Darstellerinnen dreht sich in den Raum und betritt ihn durch eine Tuer(Pantomine). Się gehen nach vorne, dort befindet sich ein Waschbecken. Der Raum ist zur Damentoilette einer Diskothek geworden.
Beide Darstellerinnen unterhalten sich. Się stellen fest, dass się frueher in die selbe Klasse gegangen sind. Ein der beiden fragt nach einem gemeinsamen Freund, mit dem die andere damals zusammen gewesen war. So freunden sich beide wieder anhand ihrer gemeinsamen Erinnerungen an. Am Ende wollen beide ihre Freunde holen und gemeinsam tanzen gehen.
3. Szene
Die Musik wird wieder lauter. Beide gehen zu ihrer Gruppe, die nun tanzt. Się sprechen mit ihrer Gruppe. Nach einer Weile gehen beide Gruppen aufeinander zu. Beide Gruppen stehen sich wieder so gegenueber wie am Anfang. Die Musik bricht ab.
4.
Szene
Die Darstellerinnen gehen aufeinander zu und verteilen sich so paarweise im Raum. Eine bedroht jeweils eine andere. Einfrieren.
Eine Darstellerin sagt : „Warum hast du...”
Darstellerin 2: „Warum behauptest du...”
Darstellerin 3: „Warum nennst du mich...”
Darstellerin 4: „Warum beschimpfst du mich...”
Darstellerin 1: „...mich beleidigt?”
Darstellerin 2: „...,dass ich Pickel habe?”
Dastellerin 3: „... Mundgulli?”
Dastellerin 4: „..., dass ich Haengebrueste haette?”
Die andere Dastellerin des Paares (Dastellerin 1b) antwortet: „Ich dachte, du waerst die Tochter von diesem spiesigen Mathelehrer.”
Darstellerin 2b: „Ich wollte dich nur etwas aergern.”
Dastellerin 3b: „Das war nicht so gemeint. Du bist schon ok.”
Darstellerin 4b: „Ich bin nur neidisch, weil du einen grossen Busen hast.”
Aufloesung
Die Musik setzt ein. Die Darstellerinnen nehmen sich an die Hand und bilden eine Reihe parallel zum Publikum. Die Reihe spricht von rechst nach links durch: „Vorurteile”, von links nach rechts: „Sind”, dann alle zusammen laut: „Scheisse!” Die rechte Darstellerin tritt nach einer kurzen Pause vor und sagt: „Oder?”