Gruppe 1. Wasser: Vergleich von Wasserqualitäten, Tierbestände im Wasser, Wassersport, Uferbegrenzungen und Uferbebauungen

Gruppe 2. Touristik: Wassersportmöglichkeiten und Wanderwegerschließungen, touristische Erschließungen, Ergänzung zwischen Touristik und Naturschutz, Anlegen eines Naturpfades

3.Lebensbedingungen im Vergleich: Vergleich von Lebensbedingungen mehrerer Familien, Feste undTraditionen im Vergleich

Ergebnisse Spreewald

Sechs Schülerinnen und zwei Lehrerinnen  haben sich mit dem Thema "Lebensbedingungen im Vergleich" auseinandergesetzt. Dazu erstellten wir einen Fragebogen mit 11 Fragen. 21 Deutsche zwischen 16 und 60 Jahren antworteten.

Bis auf einen Lehrer übten die Erwachsenen alle ausgebildete Berufe aus (Verkäufer, Handwerkmeister, LKW-Fahrer, Auszubildende und Schüler). 6 Befragte sind von der Herkunft her keine Spreewälder. 15 kamen aus dem Spreewald.

2. Auf die Frage, wo und wie sie ihre Kindheit verbracht haben, antworteten 6, dass sie in anderen Orten Deutschlands oder in ehemaligen deutschen Gebieten ihre Kindheit verbracht haben.15 verbrachten ihre Kindheit im Spreewald. Die meisten verbrachten ihre Kindheit auf dem Lande. Sie war sehr schön. Zwei waren Vertriebene und hatten eine ärmliche Kindheit.

3. Auf die Frage " Wie sieht Ihr normaler Tagesablauf aus? " antworteten sie wie folgt: Die Schüler besuchen die Schule von 7-15 Uhr. Am Nachmittag machen sie Hausaufgaben und lernen für die Schule. Am Wochenende gehen sie zur Disko. 2 Mädchen müssen mit dem Bus zu Schule fahren. Die Erwachsenen sagten, dass sie zeitig aufstehen müssen und die Kinder in die Schule bringen müssen. Manche müssen bis 19 Uhr arbeiten. In ihrer Freizeit lieben sie Sport, beschäftigen sich mit ihrer Familie, Freunden und machen Gartenarbeit als Entspannung.

4. Auf die Frage - Wie ist ihr Beruf?- wurde folgendes geantwortet: Viele erlernten einen anderen Beruf, als den sie heute ausüben. Einer war Lehrer, einer LKW-Fahrer, einer Meister. Die Schüler waren in der  10. Klasse und suchten eine Ausbildung. Einer befand sich in der Ausbildung zum Metallbauer.

5. Welche Rolle spielt Religion in Ihrem Leben?
Von den Befragten sagten sechs, dass sie evangelisch sind. Neun sagten, dass sie nicht kirchlich sind. Fünf gehen nur selten in die Kirche, nur zu Weihnachten und Ostern. Einer war katholisch. Ein Mann sagte, dass er eine kritische Haltung gegenüber der Kirche hat.

6. Welche Feste werden gefeiert, mit welchen Traditionen?

Ostern: Alle suchen Eier, manche bemalen sie auch und nur die ältere Generation wachst noch die Eier. Es gibt zu diesem Anlass auch das Spreewald Festival und ein großes Feuer. Nur ganz wenige suchen keine Ostereier mehr.

Schultüte: Diese Tradition war für alle eine schöne, lustige und aufregende Erinnerung, außer für eine Frau, die keine Freunde in der Schule hatte. Sie bekamen alle eine Schultüte mit Süßigkeiten gefüllt, die älteren Leute hatten noch eine Schultüte aus Zucker oder sie wurde selbstgebastelt.

Verabschiedung Winter: Dieses Fest wird bei den wenigsten gefeiert. Und wenn doch, dann wird auch meistens der Sommeranfang ("Sonnenwende") gefeiert, der mit einer großen Feier mit Feuer und backen verbunden wird. Einige bezeichnen dieses Fest auch als Vogelhochzeit, Osterfeuer (ganze Dorf ist beisammen) oder Fastnacht, bei der 3 Gruppen (Bauern, Wiese und Jugend) zampern gehen. Das heißt, sie gehen Speck, Eier und Schinken sammeln, verarbeiten dies und es gibt dann ein Festtanz (nur für die Männer) mit Spintekränzchen.

Namenstag/Geburtstag: Der Geburtstag wird von allen gefeiert, meist mit der Familie (Kaffee trinken) oder mit Freunden. Es gibt Geschenke und manchmal eine Party. Der Namenstag wird hier von niemand gefeiert.

Besondere Feste in der Region:
Es gibt das Spreewaldfest, bei dem verschiedene Handwerkerberufe vorgestellt werden. Außerdem wurde das Schützenfest, das Fest der Sorben und das Maibaumfest zum 1. Mai genannt.

7. Was ist typisches Essen für den Spreewald?

Ganz klar aus dem Spreewald kommt das Gericht "Quark mit Pellkartoffeln und Leinöl". 15 Leute teilten uns dies mit! Manche meinten noch, dass die Spreewaldgurken bekannt wären. Außerdem gab es noch einige Stimmen für Schnaps, Grützwurst, Fisch, Sauerkraut und Meerrettich.

8. Wie ist Ihr Verhältnis zur Natur?

Fast alle meinten auf Anhieb "gut", denn sie können in der Natur mit dem Fahrrad fahren, spazieren gehe und relaxen. Manche kaufen viel Ökoprodukte und wollen die Natur schützen. Tiere, Blumen und ein eigener Garten zählen auch zur Natur. Nur wenige fühlten sich nicht der Natur verbunden.

9. Auf die Frage " Ist das Leben schwer hier? " erhielten wir stets unterschiedliche Antworten: Positive und negative Antworten hielten sich die Waage. Bei den schweren Lebensbedingungen wurde vor allem die Schwierigkeit, eine Arbeit zu finden oder einen Ausbildungsplatz zu finde hervorgehoben. Damit verbunden ist natürlich Geldknappheit. Eine Person sieht das Problem relativ: In Polen sei das Leben schwerer!

Leben Sie gerne hier?

Bis auf zwei Ausnahmen betonten alle Personen, dass sie gerne hier leben. Grund: Die Natur.

10. Mögen Sie den Tourismus, wie ist Ihre Meinung?

Die meisten Personen bezeichnen den Tourismus als positiv, viele leben davon. Der Personen meinen, dass Tourismus in Maßen gut sei. Auch das Kennen lernen anderer Menschen und ein vergrößertes kulturelles Angebot werden erwähnt.

11. Was fällt Ihnen spontan zu dem Begriff „Polen“ ein?

Einige Vorurteile werden genannt:
Polen sei billig, man stehle, die Straßen seien schlecht und arm. Einige Leute fahren zum Einkaufen nach Polen (Käse, Lachs, Schinken, Hochzeitskleid, Zigaretten); das Essen sei gut.
Antworten positiver Art: „Nachbarland“, Polen = „Spielball der Großmächte“, daher empfinde man Mitleid; „Meiße-Grenze“, „Ausländer“, „Vertriebene“.
Antworten geographischer Natur: „Masuren“, „großes Land“, „Osten“.
Weitere Antworten: „Umweltverschmutzung durch Abgase“, „cool“, „Partnerschule“.
 

4. Flora und Fauna: die Regionen im Vergleich: Tiervielfalt und Pflanzenvielfalt, Schutz von besonderen Tierarten und Pflanzenarten

Interview mit Dr. Kruszelnicki

1. Seit wann arbeiten sie im Nationalpark? Erläutern Sie bitte negative und positive Seiten ihrer Arbeit!

Ich arbeite schon seit 1985 im Nationalpark. Die Arbeit hier interessiert mich sehr, und ich arbeite hier, weil ich aus der Gegend komme und es mir sehr recht kam.

2. Wieviel Pflanzen- und Tierarten gibt es in den Masuren?

Es gibt hier alle Säugetiere die es auch in Polen gibt, außer Bären und Bergziegen. Es gibt hier 220 verschiedene Gattungen. Es leben auch Wirbeltiere, Fische und Weichtiere in den Masuren. Außerdem wachsen hier über 1000 Pflanzenarten und jede Menge Pilzarten.

3. Welche Pläne stehen für die Zukunft des Parkes in den Masuren?

Leider lässt sich das Gebiet nicht vergrößern, da der Einfluss von Jägern und Förstern noch zu stark ist!

4. Welche Tierarten sind vom aussterben bedroht?

Besonders bedroht sind die Vogelarten Birkhuhn und Spechte. Leider leben nur 2- 3 Luchse im Gebiet und auch die Wasserschildkröten werden immer seltener.

5. Welche Pflanzen- und Tierarten sind typisch für die Masuren?

Sehr typisch ist der Weißstorch. Aber auch Adler sind oft vertreten, wie z. B. Weißkopfadler und Seeadler. Von den Seeadlern leben ca. 25 Paare in den Masuren. Biber und Elche sind häufig auftretende Säugetiere in den Wäldern Polens.

6. Wie groß und wie alt werden die Bäume?

Eichen werden bis zu 35 m hoch und ungefähr 600 Jahre alt. Kiefern dagegen 42 m hoch und 350 Jahre alt. Linden bis zu 35 m hoch und 600 Jahre alt. Fichten werden 40 m hoch und maximal 300 Jahre alt. Eiben erreichen eine Höhe von 20 m und ein Alter von 1000 Jahren.

7. Haben Sie Kontakt mit deutschen Biologen und Wissenschaftlern?

Nein, bis jetzt noch nicht. Was ich sehr bedauere. Wir pflegen Kontakte mit Dänemark und Holland.

8. Welches Land sorgt nach Ihrer Meinung besser für die Umwelt?

Ich denke, dass Deutschland viel besser als Polen für die Umwelt sorgt. Aber auch Polen tut in den letzten Jahren mehr für die Umwelt.

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